Pension von A bis Z

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A

Abschläge


Bei Inanspruchnahme einer Pension vor dem Regelpensionsalter wird die Pensionshöhe vermindert.

Allgemeines Pensionsgesetz – APG


Das APG regelt ein einheitliches Pesionssystem für alle ab dem 1. Jänner 1955 geborene Personen.

Allgemeines Sozialversicherungsgesetz - ASVG


Das ASVG regelt die Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung der in Österreich unselbstständig Erwerbstätigen sowie die Krankenversicherung der Bezieher/innen einer Pension nach diesem Bundesgesetz.

Alterspension


Jene Pension, die nach Vollendung des Regelpensionsalters gebührt, wenn die Anspruchsvoraussetzung ( Wartezeit – Mindestversicherungszeit ) erfüllt ist.

Anpassungsfaktor


Jährlich durch Verordnung festgelegter Wert, der das Ausmaß der jährlichen Pensionserhöhung regelt.

Anspruchsvoraussetzungen


Um eine Leistung aus der Pensionsversicherung zu erhalten, müssen bestimmte Kriterien (zB bestimmte Anzahl an Versicherungsmonaten, Alter) erfüllt sein.

Antrag


Um eine Leistung aus der Pensionsversicherung zu erhalten, ist grundsätzlich eine schriftliche Willenserklärung (Antrag) erforderlich.

Aufwertungsfaktoren


Gesetzlich festgelegter Wert, um eine Anpassung bestimmter sozialversicherungsrechtlicher Beträge (zB. Beitragsgrundlagen) an die geänderten wirtschaftlichen Verhältnisse sicherzustellen.

Ausgleichszulage


Diese Geldleistung zur Pension soll unter bestimmten Voraussetzungen (zB rechtmäßiger, gewöhnlicher Aufenthalt in Österreich) ein Mindesteinkommen (keine Mindestpension) sichern.

Auszahlung der Pension


Die Pensionen werden monatlich im Nachhinein ausgezahlt. Zu den Pensionen für April und Oktober gebührt jeweils eine Sonderzahlung.

B

Beitragsgrundlage


Die Beitragsgrundlage ergibt sich grundsätzlich aus dem sozialversicherungspflichtigen Einkommen und bildet die Basis für die Pensionsberechnung.

Berufsunfähigkeit


Unter diesem Begriff, der für Angestellte gilt, ist die Minderung der Arbeitsfähigkeit infolge Krankheit um mehr als die Hälfte gegenüber einem/einer gesunden Versicherten mit ähnlicher Ausbildung zu verstehen. Grundlage für die Entscheidung, ob Berufsunfähigkeit vorliegt, bildet eine ärztliche Begutachtung.

Berufsunfähigkeits- bzw. Invaliditätspension


Geburtsjahrgänge bis 1963
Diese Pension gebührt über Antrag, wenn die Wartezeit erfüllt ist, kein Anspruch auf eine berufliche Rehabilitation besteht bzw. eine berufliche Rehabilitation weder zweckmäßig noch zumutbar ist, Berufsunfähigkeit vorliegt und diese voraussichtlich mindestens 6 Monate andauert. Eine Zuerkennung erfolgt im Regelfall nur für einen befristeten Zeitraum (maximal 2 Jahre). Eine Weitergewährung über diesen Zeitraum hinaus ist zu beantragen. Ist keine Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten, erfolgt eine unbefristete Zuerkennung.

Geburtsjahrgänge ab 1964
Diese Pension gebührt über Antrag, wenn die Wartezeit erfüllt ist, eine berufliche Rehabilitation weder zweckmäßig noch zumutbar ist und Berufsunfähigkeit voraussichtlich dauerhaft vorliegt. Liegt Berufsunfähigkeit vorübergehend für mindestens 6 Monate vor, sind Maßnahmen der medizinischen oder beruflichen Rehabilitation vorgesehen, während derer Rehabilitations- oder Umschulungsgeld gebührt.

E

Eigenpensionen


Eigenpensionen sind Leistungen, die aus eigenen Versicherungsansprüchen entstehen (zB Alterspension).

Erwerbsunfähigkeit


Erwerbsunfähigkeit liegt vor, wenn eine selbstständig erwerbstätige Person (Gewerbetreibende/r, Bauer/ Bäuerin) nicht mehr in der Lage ist, irgendeine in Betracht kommende Erwerbstätigkeit auszuüben. Für Personen, die das 50. bzw. 59. Lebensjahr beendet haben, gelten Sonderbestimmungen.

Erwerbsunfähigkeitspension


Jene Pension, die gebührt, wenn die Wartezeit erfüllt ist, kein Anspruch auf eine berufliche Rehabilitation besteht bzw. eine berufliche Rehabilitation weder zweckmäßig noch zumutbar ist, Erwerbsunfähigkeit vorliegt und diese voraussichtlich mindestens 6 Monate andauert.

F

Feststellung der Versicherungszeiten und des Pensionsanspruches


Über Antrag stellt der Pensionsversicherungsträger fest, wie viele bzw. welche Versicherungszeiten bisher in der Pensionsversicherung erworben wurden.
Weiters können Versicherte überprüfen lassen, ob die Voraussetzungen für die Gewährung einer Pension erfüllt sind bzw. erfüllt werden können.

G

Geringfügigkeitsgrenze


Grenzwert des Einkommens bis zu welchem keine Pflichtversicherung in der Kranken- und Pensionsversicherung entsteht. Dieser Wert beträgt 2016 monatlich EUR 415,72.

Gesamtbemessungsgrundlage


Wenn bei einer Pension auch Zeiten einer Kindererziehung zu berücksichtigen sind, so wird für die Berechnung der Pensionshöhe die Bemessungsgrundlage zum Stichtag und die Bemessungsgrundlage für Zeiten der Kindererziehung herangezogen. Liegen keine Zeiten der Kindererziehung vor, so ist die Bemessungsgrundlage zum Stichtag auch die Gesamtbemessungsgrundlage.

Gesamtgutschrift


Die Gesamtgutschrift im Pensionskonto ermittelt sich aus der Summe der Teilgutschriften und gegebenenfalls der Kontoerstgutschrift.

H

Hinterbliebenenpensionen


Pensionen, die nach dem Tode einer versicherten Person vorgesehen sind.

Höchstbeitragsgrundlage


Obergrenze des  Bruttoerwerbseinkommens, von dem Beiträge zur Pensionsversicherung zu entrichten sind. Darüber liegende Einkünfte bleiben beitragsfrei, sind daher pensionsunwirksam.

Höchstbemessungsgrundlage


Die höchstmögliche Bemessungsgrundlage, die für die Ermittlung der Pension erreicht werden kann.

I

Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension


Invaliditätspension Geburtsjahrgänge bis 1963
Diese Pension gebührt über Antrag, wenn die Wartezeit erfüllt ist, kein Anspruch auf eine berufliche Rehabilitation besteht bzw. eine berufliche Rehabilitation weder zweckmäßig noch zumutbar ist, Invalidität vorliegt und diese voraussichtlich mindestens 6 Monate andauert. Eine Zuerkennung erfolgt im Regelfall nur für einen befristeten Zeitraum (maximal 2 Jahre). Eine Weitergewährung über diesen Zeitraum hinaus ist zu beantragen. Ist keine Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten, erfolgt eine unbefristete Zuerkennung.

Invaliditätspension Geburtsjahrgänge ab 1964
Diese Pension gebührt über Antrag, wenn die Wartezeit erfüllt ist, eine berufliche Rehabilitation weder zweckmäßig noch zumutbar ist und Invalidität voraussichtlich dauerhaft vorliegt. Liegt Invalidität vorübergehend für mindestens 6 Monate vor, sind Maßnahmen der medizinischen oder beruflichen Rehabilitation vorgesehen, während derer Rehabilitations- oder Umschulungsgeld gebührt.

K

Kindererziehungszeiten


Für die Zeit der Erziehung eines Kindes werden bis zu 48 Monate, im Falle einer Mehrlingsgeburt bis zu 60 Monate, nach der Geburt als Versicherungszeit angerechnet.

Kontoerstgutschrift – Pensionskonto


Wert im Pensionskonto, der sich aus den bis einschließlich 2013 erworbenen Versicherungszeiten und Beitragsgrundlagen ergibt.

Kontoprozentsatz


Die Summe aller Beitragsgrundlagen und Sonderzahlungen auf dem Pensionskonto werden pro Kalenderjahr mit dem Prozentsatz von 1,78 als Teilgutschrift errechnet.

Korridorpension


Form der Alterspension, die unter bestimmten Voraussetzungen bereits nach Vollendung des 62. Lebensjahres in Anspruch genommen werden kann.

Krankenversicherung der Pensionsbezieher/innen


Bezieher/innen einer österreichischen Pension (und auch Übergangsgeldbezieher/innen) unterliegen bei ständigem Aufenthalt im Inland grundsätzlich der Krankenversicherung. Liegt der Wohnsitz im Ausland, ist der Krankenversicherungsschutz in bestimmten Ländern durch Sozialversicherungsabkommen geregelt.

M

Mehrfachversicherung


Diese liegt vor, wenn mehrere versicherungspflichtige Erwerbstätigkeiten ausgeübt werden.

Meldefristen


Jeder Umstand, der Einfluss auf den Pensionsbezug haben kann, ist innerhalb einer bestimmten Frist (2 Wochen / 7 Tage) zu melden.

Mindestversicherungszeit nach dem APG


Darunter versteht man das Vorliegen einer gewissen Anzahl an Versicherungsmonaten für einen Pensionsanspruch.

N

Nachkauf von Schul-/Studien-/Ausbildungszeiten


Damit diese Zeiten für die Erfüllung der Pensionsvoraussetzungen und in der Pensionshöhe berücksichtigt werden können, ist eine Beitragsentrichtung erforderlich (Ausnahme: bei Hinterbliebenenpensionen).

P

Pensionsanpassung


Die Pensionen werden jährlich angepasst, um die Geldwertveränderung auszugleichen. Die erstmalige Pensionsanpassung erfolgt erst im zweiten Kalenderjahr nach dem Pensionsstichtag.

Pensionsarten


Man unterscheidet zwischen Eigenpensionen und Hinterbliebenenpensionen.

Eigenpensionen:

  • Alterspension
  • Korridorpension
  • Schwerarbeitspension
  • Vorzeitige Alterspension bei langer Versicherungsdauer
  • Krankheitsbedingte Pension
  • Fortbetriebspension (nur für Selbstständige)

Hinterbliebenenpensionen:

  • Witwen-/Witwerpension
  • Pension für hinterbliebene eingetragene Partner/innen
  • Waisenpension

Pensionsbeginn


Eigenpensionen beginnen in der Regel mit dem Stichtag. Hinterbliebenenpensionen fallen mit dem Tag nach dem Todestag des/der Versicherten an, wenn der Antrag binnen sechs Monaten nach dem Todestag gestellt wird. Wird der Antrag erst nach dieser Frist gestellt, fällt die Pension mit dem Tag der Antragstellung an. Bezog der/die Verstorbene die Pension bereits vor dem 1.1.1997, beginnt die Hinterbliebenenpension frühestens mit dem Monatsersten nach dem Todestag. Für Waisenpensionen gelten zusätzlich Sonderregelungen.

Pensionshöhe


Geburtsjahrgänge vor 1955:
Die Höhe der Pension hängt von der Bemessungsgrundlage, der Anzahl der erworbenen Versicherungsmonate und dem Alter zum Pensionsbeginn abhängig.

Geburtsjahrgänge ab 1955:

Die Höhe der Pension ergibt sich aus dem Pensionskonto. Sie hängt von den Beitragsgrundlagen, dem Kontoprozentsatz und dem Alter bei Pensionsbeginn ab.

Pensionskonto


Für alle in der gesetzlichen Pensionsversicherung versicherten Personen, die ab 1. Jänner 1955 geboren sind, ist ein Pensionskonto eingerichtet. Auf diesem werden die Beitragsgrundlagen aller erworbenen inländischen Versicherungszeiten erfasst.

Pensionssplitting


Bei Vorliegen von Kindererziehungszeiten ab 2005 ist ein „freiwilliges Pensionssplitting“ möglich. Der Elternteil, der in dieser Zeit erwerbstätig ist, kann bis zu 50% seiner Teilgutschrift auf das Pensionskonto des anderen Elternteils, der sich der Kindererziehung widmet, übertragen lassen.

Pflegegeld


Leistung für Personen, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung vermehrt der ständigen Betreuung und Hilfe bedürfen.

Pflichtversicherung


Eintritt des Sozialversicherungsschutzes kraft Gesetzes und unabhängig vom Willen des Einzelnen.

R

Regelpensionsalter


Darunter versteht man bei Frauen das vollendete 60., bei Männern das vollendete 65. Lebensjahr. Für Frauen wird das Regelpensionsalter ab 01.01.2024 schrittweise dem Regelpensionsalter der Männer angepasst.

S

Schwerarbeit


Tätigkeiten, die unter körperlich oder psychisch besonders belastenden Bedingungen ausgeübt werden.

Schwerarbeitspension


Form der Alterspension, die unter bestimmten Voraussetzungen bereits nach Vollendung des 60. Lebensjahres in Anspruch genommen werden kann.

Selbstversicherung


Personen, die das 15. Lebensjahr vollendet haben und in keiner gesetzlichen Pensionsversicherung pflichtversichert sind, können sich ohne Vorversicherungszeiten in der Pensionsversicherung freiwillig selbst versichern, solange der Wohnsitz in Österreich ist.

Stichtag


Stichtag ist jener Monatserste, zu dem geprüft wird, ob die Pensionsvoraussetzungen gegeben sind und zu dem die Höhe der Pension berechnet wird.

T

Teilgutschrift - Pensionskonto


Von der jährlichen Beitragsgrundlagensumme (begrenzt mit der Jahreshöchstbeitragsgrundlage) werden 1,78 Prozent als Teilgutschrift ins Pensionskonto eingetragen.

V

Verfall von Pensionsansprüchen


Wenn eine Pension längere Zeit nicht in Empfang genommen wird, kann diese höchstens für ein Jahr rückwirkend nachgezahlt werden. Es sei denn, die Inanspruchnahme war durch ein unabwendbares Hindernis nicht möglich.

Versicherungsmonat


Die Versicherungszeiten werden in Versicherungsmonate zusammengefasst. In der Pensionsversicherung gilt als Versicherungsmonat jeder Kalendermonat, in dem Versicherungszeiten im Mindestausmaß von 15 Tagen vorhanden sind. In der Pensionsversicherung für Selbstständige können nur ganze Versicherungsmonate erworben werden.

Versicherungszeiten


Versicherungszeiten sind die Basis für das Entstehen eines Pensionsanspruches und für die Pensionshöhe.

W

Waisenpension


Pension nach dem Ableben eines oder beider Elternteile sofern die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Die Pension gebührt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr des Kindes bzw. bei Schul- oder Berufsausbildung, für die Zeit der Teilnahme an Tätigkeiten nach dem Freiwilligengesetz oder bei Erwerbsunfähigkeit auch darüber hinaus.

Witwen-/Witwerfortbetriebspension


Leistung in der gewerblichen und bäuerlichen Pensionsversicherung für hinterbliebene Ehepartner/innen bzw. hinterbliebene eingetragene Partner/innen. Führt dieser den Betrieb der verstorbenen Person fort, werden unter bestimmten Voraussetzungen auch Versicherungszeiten der verstorbenen Person für den Eigenpensionsanspruch berücksichtigt.

Z

Zuständigkeit


Für die Feststellung und Auszahlung der Pension ist jener Versicherungsträger zuständig, bei dem innerhalb der letzten 15 Jahre vor dem Pensionsstichtag die meisten Versicherungsmonate erworben wurden.
Die Leistungen der Rehabilitation und Gesundheitsvorsorge erbringt jener Pensionsversicherungsträger, bei dem der/die Versicherte zuletzt versichert war

Quelle: PVA